Am Montag, 29. Juni 2026, um 18 Uhr findet auf dem Kinderspielplatz Erwin-/Dreikönigstraße „Alter Wiehrefriedhof“ eine „Gedenkfeier für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte“ statt.
Am 31. Juli 1849, vor 177 Jahren, wurde auf dem damaligen Wiehre-Friedhof Maximilian Dortu, Teilnehmer der Badischen Revolution von 1849, hingerichtet. Der Jurist aus Potsdam hatte sich dem badischen Aufstand für eine demokratische Verfassung für ganz Deutschland angeschlossen. Die demo- kratische Bewegung wurde von einer übermächtigen preußischen Invasionsarmee blutig niedergeschlagen. In den folgenden Wochen wurden auch Friedrich Neff aus Rümmingen und Gebhard Kromer aus Bombach hingerichtet.
Das Dortu-Mausoleum (Ecke Dreikönig- straße/Erwinstraße) ist das einzige erhaltene Grab für einen der 1849er Revolutionäre in Freiburg. Die Eltern von Maximilian Dortu aus Potsdam ließen Gruft und Kapelle für ihren einzigen Sohn errichten und spendeten der Stadt Freiburg 1000 Gulden, die daraufhin versprach, das Grab „auf ewige Zeiten“ zu pflegen. Die Grabstätte ist ein wichtiger Er- innerungsort der Demokratiegeschichte.
Das Andenken an die Kämpfer für Freiheit und Rechtsstaat am 200. Geburtstag von Maximilian Dortu ist ein demonstratives Be- kenntnis zu den Wurzeln unserer Demo- kratie. Die Ziele der Demokratiebewegung wurden Bestandteil des Grundgesetzes von 1949.
PROGRAMM
Dr. Florian Hoffmann (Leiter des Stadtarchivs Freiburg)
Szenische Aufführung: „Ein kurzes Leben für die Freiheit“
Mit den Schauspielern Oliver Genzow, Peter Haug-Lamersdorf, Burkhard Wein
Text: Andreas Meckel
Lieder für Freiheit und Demokratie:
Beni Feldmann, Sänger und Musiker
Moderation und Leitung: Heinz Siebold
