Schattige Plätzchen waren am 11. Juli gesucht beim jährlichen Sommerfest in der Unterkunft an der Merzhauserstraße 39. Sonnensegel, Sonnenschirme, gekühlte Getränke und Sonnencreme waren deshalb wichtige Utensilien für ungetrübte Feierlaune (Foto FBS). Dieses Jahr gab es gleich drei Jubiläen zu feiern: Seit zehn Jahren gibt es die Unterkunft für Geflüchtete, und genauso lange arbeitet dort der Helferkreis der Ehrenamtlichen. Außerdem feiert die Freiburger Bürgerstiftung, die Trägerorganisation dieser Flüchtlingsinitiative, ihr 20-jähriges Bestehen.
Antje Reinhard, Vorstandsvorsitzender der Freiburger Bürgerstiftung und bei der Stadt Freiburg zuständig für das bürgerschaftliche Engagement lobte das große Engagement der Helferinnen und Helfer, sei es in der Hausaufgaben-, Familienhilfe oder bei der Arbeitsuche. Für seinen langjährigen, unermüdlichen Einsatz bedankte sie sich besonders beim Koordinator der Ehrenamtlichen, Karl-Hans Jauß. Auch Hans Steiner, stellvertretender Leiter des Amtes für Migration und Integration bedankte sich bei den Haupt- und Ehrenamtlichen für ihre wertvolle Integrationsarbeit. Beide Redner stellten heraus, dass alle zusammenwirken müssten, um ein gelingendes Miteinander zu gestalten.
Das Festangebot war in diesem Jahr besonders vielfältig. Gleichgeblieben ist über die Jahre das gemeinsame Essen, das für gute Stimmung und Austausch zwischen den Menschen sorgte. Die Bewohner der Unterkunft grillten wie immer Hähnchen. Dazu gab es erfrischende Salate, Wassermelonen und Kuchen zum Dessert.
Großen Anklang fand der sportliche Beitrag des Hausmeisters Michael Schuh. Mitglieder seines Sportvereins – PSV Freiburg – zeigten ihr Können im Judo und Ringen. Jung und Alt staunten über die Fähigkeiten der jugendlichen und erwachsenen Sportler*innen, darunter deutsche Meister und Weltmeister.
Bewohnerinnen aus der Ukraine stellten ihre Bilder aus und erarbeiteten zusammen mit den Kindern ein großes sommerliches Wandgemälde auf Papier. Gespielt und gebastelt wurde auch.
So sommerlich heiß wie die Temperatur waren die Rhythmen der Freiburger Band „Das Pferd“. Rock Klassiker wie „Johnny B. Goode“, oder selbst Komponiertes brachten die Festteilnehmer*innen zum Tanzen Die ruhigeren, sinfonischen Klänge des Orchesters „Con Anima“ mit der Gründerin und Dirigentin Carola Christ ließen Ruhe und Aufmerksamkeit einkehren.
Musikalisch kam zum Schluss noch ein weiteres Highlight: Das Saxophonquartett „Ilma Sonor.“ Die vier jungen Saxophonist*innen boten heitere klassische Stücke auf hohem Niveau. Ein Mitspieler, Artem Yurok, wohnt in der Unterkunft in der Merzhauser Straße.
Das Sommerfest war wie jedes Jahr ein Gemeinschaftsprojekt vom Sozialdienst der Diakonie, angeleitet von Ali Tonc, Hausmeistern, Ehrenamtlichen und seit einem Jahr auch Student*innen einer der beiden Sozialen Hochschulen Freiburgs. Dieses Jahr war eine Gruppe der katholischen Hochschule im Rahmen des Studiums dabei. Dazu kommen vermehrt engagierte Bewohner*innen der Unterkunft um Herrn Daoud. Viele Hände packten also an und Sprachunterschiede spielen keine Rolle, solange die gemeinsame Sprache die Zusammenarbeit ist. Veronika Kaiser
Jubiläumsfest in der Merzhauserstraße
